Open Data in der Sozial- und Kulturanthropologie? Gemeinsam Positionen finden!

Veranstaltet von:

Sabine Imeri und Matthias Harbeck (FID Sozial- und Kulturanthropologie, Humboldt-Universität zu  Berlin)
Wolfgang Kraus (Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, Universität Wien)
Andrea Scholz (Ethnologisches Museum, Berlin)
Elisabeth Huber (Datenservicezentrum Qualiservice, Universität Bremen)

in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der DGSKA

Dienstag, 1.10.2019, 14.00-15.30 Uhr, Audimax

Weil Forschungsförderer zunehmend Strategien zum dauerhaften Erhalt und zur Nachnutzung digitaler Forschungsdaten einfordern, hatte sich bereits bei der DGV/DGSKA-Tagung 2017 ein Podium damit beschäftigt, ob, wie und unter welchen Bedingungen Forschungsdaten aus der Ethnologie in diesem Sinne „gemanagt“ werden können, welche Probleme und Schwierigkeiten sich daraus ergeben. Aufgenommen war damit eine notwendige – und längst nicht abgeschlossene – Debatte zu übergreifenden und strategischen Fragen des Umgangs mit Daten aus ethnografischen Forschungen: Unter welchen Bedingungen können Daten überhaupt dauerhaft archiviert und „geteilt“ werden? Welche Konsequenzen haben diese Anforderungen für die Forschung in der Ethnologie, welche Möglichkeiten und Chancen verbergen sich darin? Und: Wie kann den spezifischen Zugängen, Forschungsansätzen und Methodologien ethnografischer Forschung in übergeordneten Planungsprozessen Geltung verschafft werden?

Die Veranstaltung schließt an diese Überlegungen an und soll weiter zur Verständigung über den Umgang mit Forschungsdaten in der Ethnologie beitragen. Wir rücken dazu Ansätze, Konzepte und erste Erfahrungen mit konkreten Umsetzungen der Datenarchivierung und des Daten-Teilens sowie Planungen für die Zukunft in den Mittelpunkt. Ziel ist es, von unterschiedlichen Ausgangspunkten aus entwickelte Zugangsweisen miteinander ins Gespräch zu bringen und für die Diskussion übergreifender Fragen und Problematiken produktiv zu machen.

Inputs tragen bei:

  • Wolfgang Kraus: Projekt „Ethnografische Datenarchivierung“ am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien
  • Andrea Scholz: Projekt „Lebende Dinge in Amazonien und im Museum – Geteiltes Wissen im Humboldt Forum“ am Ethnologischen Museum Berlin
  • Elisabeth Huber: Datenservicezentrum Qualiservice, Universität Bremen