Open Data in der Sozial- und Kulturanthropologie? Gemeinsam Positionen finden!

Veranstaltet von:
Sabine Imeri und Matthias Harbeck (FID Sozial- und Kulturanthropologie), in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der DGSKA (N.N.)

Dienstag, 1.10.2019, 14.00-15.30 Uhr

Weil Forschungsförderer zunehmend Strategien zum dauerhaften Erhalt und zur Nachnutzung digitaler Forschungsdaten einfordern, hatte sich bereits bei der DGV/DGSKA-Tagung 2017 ein Podium damit beschäftigt, ob, wie und unter welchen Bedingungen Forschungsdaten aus der Ethnologie in diesem Sinne „gemanagt“ werden können und welche Probleme und Schwierigkeiten sich daraus ergeben. Aufgenommen war damit eine notwendige – und längst nicht abgeschlossene – Debatte zu übergreifenden und strategischen Fragen des Umgangs mit Daten aus ethnografischen Forschungen: Unter welchen Bedingungen können Daten überhaupt für Mit- und Nachnutzungen „geöffnet“ und „geteilt“ werden? Und welche Konsequenzen haben diese Anforderungen für die Forschung in der Ethnologie, welche Möglichkeiten und Chancen verbergen sich darin? Und: Wie kann den spezifischen Zugängen, Forschungsansätzen und Methodologien ethnografischer Forschung in übergeordneten Planungsprozessen Geltung verschafft werden?

Der Roundtable soll an diese Überlegungen anschließen und zur Verständigung über ein fachlich begründetes Positionspapier der DGSKA zum Umgang mit Forschungsdaten in der Ethnologie beitragen. Denn die DFG z.B. fordert „Fächer, Fachgesellschaften und Communities dazu auf, ihren Umgang mit Forschungsdaten zu reflektieren und angemessene Regularien zur disziplinspezifischen Nutzung und ggf. offenen Bereitstellung von Forschungsdaten zu entwickeln“ (2015). Zwei, max. drei kurze Inputs aus Projekten, die sich bereits mit Fragen des Datenmanagements befassen, sollen einleitend – und ausgehend von ersten Erfahrungen mit der konkreten Umsetzung – zur Diskussion allgemeinerer Punkte und Problematiken hinführen, die in einem solchen Positionspapier thematisiert werden sollten. Projekte könnten sein:

  • Projekt „Ethnografische Datenarchivierung“ am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien
  • Projekt “Disentangling European HIV/AIDS Policies: Activism, Citizenship and Health” (EUROPACH) am Institut für Europäische Ethnologie der HU Berlin
  • im Falle der Bewilligung das „Forschungsdatenmodul“ des SFB 1171 „Affective Societies“, FU Berlin
  • Datenservicezentrum Qualiservice, Universität Bremen